Glossar
0 (Zero) – eine CC-Komponente, die es Urheber:innen ermöglicht, möglichst vollständig auf ihre urheberrechtlichen Ansprüche zu verzichten.
Aktivierung – bezeichnet didaktische Methoden, die Lernende aktiv in den Lernprozess einbeziehen. Dazu gehören beispielsweise Quizze, Reflexionsfragen, Fallbearbeitungen oder Diskussionsaufgaben, die eigenständiges Denken und Anwenden fördern.
Barrierefreiheit – bedeutet, dass Lehrmaterialien von möglichst allen Menschen – unabhängig von körperlichen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen – genutzt werden können.
CC-Komponenten – Bausteine der Creative-Commons-Lizenzen. Sie legen fest, unter welchen Bedingungen ein Werk genutzt werden darf. Zu den Komponenten gehören BY (Namensnennung), SA (Weitergabe unter gleichen Bedingungen), NC (nicht kommerziell), ND (keine Bearbeitungen) sowie CC0 (Verzicht auf Rechte).
CfP – Call for Participation – eine öffentliche Aufforderung, Beiträge für eine Veranstaltung oder Publikation einzureichen.
Creative Commons – eine internationale Non-Profit-Organisation, die standardisierte Lizenzverträge anbietet.
CSL – Citation Style Language – offenes Format zur Beschreibung von Zitierstilen.
DOI – Digital Object Identifier – dauerhafter, eindeutiger Identifikator für digitale Objekte.
Exportformat – beschreibt ein Dateiformat, in dem Inhalte aus einem Programm ausgegeben werden können.
Feedback – Rückmeldung zu einem Lehrmaterial, Lern- oder Lehrprozess mit dem Ziel, dessen Qualität zu verbessern.
GitLab – webbasierte Plattform für die kollaborative Entwicklung und Verwaltung von textbasierten Projekten.
H5P – Open-Source-Software zur Erstellung interaktiver Lerninhalte.
Lernziel – beschreibt, was Lernende nach Abschluss einer Lerneinheit wissen, verstehen oder anwenden können sollen.
LiaScript – ist eine Open-Source-Technologie zur Erstellung interaktiver Lehr- und Lernmaterialien auf Basis von Markdown.
Markdown – ist eine leicht verständliche Auszeichnungssprache zur Erstellung strukturierter Dokumente.
Metadaten – strukturierte Informationen, die ein Lehrmaterial beschreiben. Sie enthalten beispielsweise Angaben zu Titel, Autor, Lizenz, Schlagwörtern, Sprache oder Erscheinungsdatum und verbessern die Auffindbarkeit, Zitierbarkeit und Nachnutzbarkeit von OER.
Nachnutzung – bezeichnet die erneute Verwendung eines Lehr- oder Lernmaterials durch Dritte.
NC (NonCommercial) – eine CC-Komponente, die die Nutzung eines Werkes auf nicht-kommerzielle Zwecke einschränkt.
ND (NoDerivatives) – eine CC-Komponente, die ausschließlich die unveränderte Weitergabe eines Werkes erlaubt. Bearbeitungen, Übersetzungen oder Anpassungen sind nicht zulässig. Dadurch wird die Nachnutzung und Weiterentwicklung von OER erheblich eingeschränkt.
OA (Open Access) – bezeichnet den freien und dauerhaften Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Internet ohne finanzielle, technische oder rechtliche Einschränkungen.
OEP (Open Educational Practices) – beschreiben offene Lehr- und Lernpraktiken, die über die Bereitstellung von OER hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise kollaboratives Arbeiten, offene Lehrkonzepte, gemeinsames Entwickeln von Materialien und die aktive Beteiligung von Lernenden.
OER (Open Educational Resources) – Lehr-, Lern- und Bildungsmaterialien, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden.
Offene Lizenz – räumt der Allgemeinheit umfassende Nutzungsrechte an einem Werk ein.
OpenRewi-Publikationsprozess – beschreibt die kollaborative Entwicklung rechtswissenschaftlicher Lehrmaterialien.
Openness – beschreibt das Prinzip der Offenheit in Bildung und Wissenschaft. Es umfasst den freien Zugang zu Wissen sowie die Möglichkeit, Inhalte zu nutzen, weiterzuentwickeln, zu kombinieren und weiterzugeben.
ORCID (Open Researcher and Contributor ID) – ein weltweit eindeutiger, persistenter Identifikator für Forschende und Beitragende.
OS / Open Source – bezeichnet Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist und von anderen genutzt, geprüft, verändert und weiterentwickelt werden kann.
Peer Review – ein Verfahren der Qualitätssicherung, bei dem Materialien von fachlich qualifizierten Personen begutachtet werden.
Qualitätssicherung – umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die fachliche, didaktische, rechtliche und technische Qualität von OER sicherzustellen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Quarto – ein Open-Source-Publikationssystem, mit dem sich aus einer gemeinsamen Markdown-Quelle unterschiedliche Ausgabeformate wie HTML, PDF, Word oder Webseiten erzeugen lassen.
Remix – bezeichnet die Kombination oder Zusammenführung mehrerer OER zu einem neuen Lehr- oder Lernmaterial.
Review – systematische Prüfung eines Lehrmaterials anhand definierter Kriterien.
Rollenmodell – beschreibt die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der am Publikationsprozess beteiligten Personen, beispielsweise Autor, Herausgebende, Reviewende oder technische Redakteur.
ROR (Research Organization Registry) – ein offener, persistenter Identifikator für Forschungseinrichtungen.
SA (ShareAlike) – eine CC-Komponente, die verpflichtet, Bearbeitungen eines Werkes unter derselben Lizenz wie das Original zu veröffentlichen.
Selbsttest – ermöglicht Lernenden, ihren Wissensstand eigenständig zu überprüfen. Selbsttests dienen der Lernkontrolle, fördern die Reflexion des eigenen Lernfortschritts und geben Hinweise auf mögliche Wissenslücken.
TULLU – eine Merkhilfe für vollständige Lizenz- und Quellenangaben bei offenen Materialien. Sie steht für Titel, Urheber, Lizenz, Link zur Lizenz und Ursprungsort.
Versionierung – bezeichnet die nachvollziehbare Dokumentation von Änderungen an einem Lehrmaterial.
Zielgruppenorientierung – beschreibt die Ausrichtung eines Lehrmaterials an den Bedürfnissen, Vorkenntnissen und Lernzielen der vorgesehenen Lernenden.
Zotero – freie Literaturverwaltungssoftware zum Sammeln, Organisieren, Zitieren und gemeinsamen Verwalten wissenschaftlicher Quellen.